The Free Solo Story
SG FREE SOLO – The Perfect Board For The Perfect Line
(FREE SOLO – so wird beim Klettern der Alleingang einer Route ohne technische Hilfsmittel bezeichnet. Nur höchst erfahrene und professionelle Kletterer klettern auf diese Weise. Der Reiz dabei: Das Sich-Einlassen auf die Natur und das Erleben von höchster Lebensintensität.)
Die erste Line in einen unberührten Powderhang zu ziehen, allein mit sich und der Welt – das ist der echte Traum eines jeden Snowboarders. Höchster Genuss, stundenlang durch Tiefschneehänge und unberührtes Gelände fahren. Diesem SnowboarderTraum vom epischen Fahren am Berg ist das grafische Design unserer SG FREE SOLO Serie gewidmet. Jedes Jahr wählen wir einen Berge, von dem unsere Snowboarder mit strahlenden Augen erzählen, und widmen ihm die FREE SOLO Boardserie. Mit GPS-Koordinaten der von Sigi Grabner gewaehlten Route („Line“).
SG FREE SOLO ALASKA 2010/11
Board: SG FREE SOLO 2010/11 ALASKA, Laengen 157cm und 167cm
Sigi Grabner über seine unvergesslichen Alaska-Eindrücke, die den Ausschlag für die FREE SOLO Modelle 2010/11 gaben:
“Alaska. Dieser Fleck Erde gehört zum Schönsten und Besten, was man sich als Boarder träumen kann. Aber nur für solche, die tatsächlich Könner sind, denn die Berge Alaskas sind extrem schwierig. Der Helikopter fliegt dich über einen Berggrat, der gerade die Breite eines Pferderückens hat, er schwebt ein paar Zentimeter über dem Boden, du springst hinaus. Dann stehst du am Berg, nach allen Seiten geht es hinunter, so steil, wie du noch nie eine Tiefschneeabfahrt gesehen hast. Du hast einen Klumpen im Hals und denkst dir gar nichts mehr. Und dann geht’s los …
Ueli Kestenholz und ich waren 1999 für Snowboardaufnahmen in Alaska. Wir sollten von den sogenannten „Stairs“, einer Gebirgskette in den Chugach-Mountains fahren. Es ging nicht um etwas „Essentielles“ wie ein Rennen, sondern um etwas „Existenzielles“ wie das Leben. Der Schnee in Alaska ist nämlich anders als der in Europa, er hat eine andere Konsistenz und klebt am Berg. Man muss bei den extrem steilen Abfahrten auf den leichten Flow-Schnee an den Hängen aufpassen, den man bei jedem Schwung loslöst und der wie eine langsame Minilawine wirkt und nachrutscht. Beim ersten Kontakt mit dem Flow hätte es mir beinahe das Board von den Füßen gerissen. Ich fiel und wurde mit einem Schlag 80 bis 100 Meter nach unten geschleudert. Wir hatten uns einige der schwersten Abfahrten in den Chugach-Mountains ausgesucht, teilweise 60° Gefälle. Ein Bergmassiv, scheinbar unbefahrbar. Wir hatten es vom Hubschrauber aus studiert, mit einer Polaroidkamera Bilder geschossen und noch im Heli die Linie auf den Fotos eingezeichnet, auf der wir hinunterfahren würden. Es musste im Gedächtnis eingeprägt sein, bei welchem Fels welcher Schwung gemacht werden sollte, an welchen Stellen wir dem Rutsch-Schnee davonfahren oder wo wir ihm ausweichen mussten, damit er uns nicht wie eine Lawine wegputzte und in den Abgrund schwemmte. Wir sind losgefahren, Ueli und ich, auf einer ewig langen Abfahrt. Wir zogen unsere Schwünge und wir wechselten wie geplant die Rinnen. Eine, die nächste, und noch eine, und noch eine. Ich war mir in jedem Moment voll bewusst – ein Fehler, und du bist weg und die Snowboardwelt dreht sich ohne dich weiter. Es ging gut.”

Aufgezeichnet von Egon Theiner. Graz: Steirische Verlagsgesellschaft 2003.
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Check the Line: N 61.437206° W -147.752364° NN 3.983 m
SG FREE SOLO TRE CIME 2009/10
Board: SG FREE SOLO 2009/10 TRE CIME, Laengen 157cm und 167cm
Die Dolomiten und insbesondere die Drei Zinnen sind Sigi Grabners Hausberge seit der Zeit als Sigi mit dem Burton Team im Pustertal trainierte. “Ich habe einige Jahre in Sexten gewohnt, nur wegen dieser Berge!” Und noch einer aus dem SG PROTEAM ist in den Dolomiten zu Hause: Roland Fischnaller “do Fisch”, ist ein Südtiroler durch und durch, die Dolomiten sind seine Welt. Der geprüfte Bergführer ist ein erfahrener Bergsteiger und Mitglied der Bergrettung Villnöß/Funes. Die gemeinsame Liebe zu den Dolomiten verbindet Sigi und Roland im Sommer wie im Winter, zum Klettern, Paragleiten, Tourengehen und Snowboarden. Die Serie 2009/10 der FREE SOLO Boards ist den Dolomiten und guten Freunden am Berg gewidmet .
Check the Line: N 46.618611° E 12.305556° NN 2.999 m
SG FREE SOLO GROßGLOCKNER 2008/09
Board: SG FREE SOLO 2008/09 GROßGLOCKNER, Laengen 157cm und 167cm
„Das Abenteuer liegt vor der Haustuer“, war das Motto von Sigi Grabner, als er sich vor einiger Zeit mit drei Freunden und Bergführer Leo Baumgartner aufmachte, um 10.000 Höhenmeter ueber die Hohen Tauern hinauf zu steigen und hinunter zu snowboarden. Die Strecke: Großvenediger – Großglockner – Sonnblick. Alles mit eigener Körperkraft, ohne technische Hilfsmittel, nur mit Schneeschuhen und Stöcken, und mit dem Board epische Abfahrten downhill….
Nach mehreren Tagen Tour, Aufstiegen, Abfahrten, Uebernachtungen in Winterräumen von Schutzhütten am Großvenediger und in den Hohen Tauern, war beim letzten Aufstieg auf den Großglockner bei strahlendem Wetter 200 m unter dem Gipfel Schluß – Bergführer Leo Baumgartner aus Osttirol entscheidet: „Umkehren – es ist zu gefährlich!“
Sigi hält in seinem Tour-Tagebuch diesen schwierigen Moment fest:
„Es ist hart und wir koennen es nicht fassen bei dem herrlichen Wetter, jetzt umkehren! So kurz vor dem Ziel. Wir tun uns nicht leicht mit Leos Entscheidung. Der Aufstieg vom Lucknerhaus bisher problemlos, eine Vollmondnacht über den Gipfeln hat uns alle in richtige Hochstimmung versetzt! Und jetzt, einfach umkehren? Aber Leo steht fest und sagt, mit der Natur verhandelt man nicht. Ihm, dem erfahrenen Bergmensch, der im Himalaya genauso daheim ist wie in den Dolomiten, ist die Lawinengefahr zu hoch, Neuschnee vor zwei Tagen, heute Schneeverfrachtungen. Und es passiert meistens unspektakulär, sagt er, ein kleines Schneebrett, kaum 50 m breit, aber es begräbt dich mit Nassschnee…. Und dann? Nach kurzer heftiger Diskussion akzeptieren wir es innerlich, wir drehen um, den Gipfel in greifbarer Nähe… Den Glockner haben wir nicht bezwungen, und trotzdem ist diese Entscheidung mehr wert für unser Leben als der Gipfelsieg….“
Der unbestiegene Großglockner wird zum Thema für die SG FREE SOLO Boardlinie und das FREE SOLO GLOCKNER aus der ersten Produktion 2008/09 ist das Symbol fuer die richtige Entscheidung am Berg. Seither wird jedes Jahr ein neuer Snowboarder Berg fuer die FREE SOLO Linie auserkoren und eine Snowboard „Line“ auf ihm gezogen!
Check the Line: N 47.074511 E 12.693839 NN 3.798 m







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